Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

Yearly Archives: 2022

Frauen als Fabrikarbeiterinnen

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Nach der Publikation für die lokale Zeitschrift „Meraner Stadtanzeiger“, freut sich das Frauenmuseum nun einige der Beiträge dieser Frauenkolumne, auch auf dem eigenen Blog zur Verfügung stellen zu können. Nochmals danke dem Meraner Stadtanzeiger für die Zusammenarbeit.

Meraner Frauen von gestern und heute 

Sarah Trevisiol

Meran, das prächtige Kleinstädtchen inmitten der Alpen, verbirgt eine vielseitige und weltoffene Geschichte, welche zum Teil auch von Frauen geprägt und geschrieben wurde. In dieser Kolumne werden wir den Stimmen und Erfahrungen einiger Meranerinnen Gehör verleihen, die das Gesellschaftsleben und Stadtbild Merans mitgestaltet haben oder immer noch tun.

 

Frauen als Fabrikarbeiterinnen

In der unmittelbaren Nachkriegszeit, als Armut und Arbeitsnot auch Südtirol trafen, begann in Meran ein neues industrielles Abenteuer, welches der Stadt zu internationalem Ruhm verhalf und neue Arbeitsplätze schuf. Die Textilfabrik Merlet war eine der ersten modernen Industrien Südtirols, die vorwiegend Frauen als Arbeitskräfte betätigte und daher als Frauenfabrik bekannt wurde.

Archiv Oberrauch

Alles begann als der Unternehmer Paul Oberrauch 1945 das Markenzeichen und das Logo eines Bozner Sportartikelgeschäfts erwarb und daraus eine florierende Textilfabrik in Meran schuf. Ein Geschäft für Bergsteiger mit angeschlossener Werkstatt wurde in eine regelrechte Industrie verwandelt, die ihre Produkte in der ganzen Welt verkaufte: Von Rucksäcken und Modeartikeln, bis hin zum legendären Verkaufsknüller, dem Loden-Mantel. Ein Kleidungsstück, das die Geschichte Italiens begleitet hat, denn wer damals mondän, elegant und doch seriös erscheinen wollte, hatte meist einen dieser schicken Loden-Mäntel im Schrank.

Resoconto conferenza sul diritto all´aborto

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Sabato scorso, il 22.10.22, presso l’Accademia di Studi Italo-tedesco di Merano si è svolta la conferenza “Diritto all’aborto: dobbiamo parlarne”. Grande la partecipazione sia dal vivo che online, forte la presenza di personale dei consultori familiari e dei servizi di accompagnamento educativo, psicologico e assistenziale, così come da parte del personale sanitario dell’Alto Adige e del Trentino.

Unanime la preoccupazione del pubblico e delle relatrici sul rischio attuale che il Governo recentemente insediatosi porti il Paese a perdere – come già avvenuto in America la scorsa estate – il diritto e l’applicazione che garantisce l’interruzione volontaria della gravidanza. La legge 194 (conquistata nel 1978) continua a salvare la vita di molte donne*, quando rischiano complicazioni al parto o sarebbero costrette a sottoporsi ad aborti clandestini. La stessa legge, soprattutto, garantisce alle donne* di decidere liberamente sul proprio corpo e sul corso della propria vita. Nessuna donna* prende la decisione di affrontare un aborto con leggerezza, a prescindere dalle motivazioni: siano esse di natura economica o dovute alla mancanza di sostegno da parte dei partner o della famiglia, dalla volontà di continuare la propria formazione o carriera, per problemi di salute psico-fisica oppure per violenze sessuali subite. Sono molteplici le ragioni e non è più accettabile che le donne* vengano stigmatizzate quando sono ancora in gran parte le sole responsabili del concepimento, della gestazione, del parto e dell’educazione della prole.

Konferenz: Recht auf Abtreibung – lasst uns darüber sprechen

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Am morgigen Samstag, 22. Oktober 2022 findet ab 10:00 Uhr in der Akademie deutsch-italienischer Studien in Meran die Konferenz „Recht auf Abtreibung – lasst uns darüber sprechen“ statt.

Obwohl der Schwangerschaftsabbruch in Italien legal ist, wird der niederschwellige Zugang zu sicheren Eingriffen oftmals erschwert. In Südtirol gibt es mehrere Präventions- und Beratungsstellen, aber nur sehr wenige Ärzt*innen, welche sichere Schwangerschaftsabbrüche in öffentlichen Gesundheitseinrichtungen anbieten. Warum nehmen im öffentlichen Sanitätsbetrieb immer weniger Ärzt*innen eine Abtreibung vor? Was sind die Risiken für die Schwangeren und die Gesellschaft insgesamt, wenn das Recht auf Schwangerschaftsabbruch infrage gestellt wird? Brauchen wir ein Menschenrecht auf Abtreibung? Wie können wir allen Betroffenen das Recht auf einen sicheren Schwangerschaftsabbruch gewähren, unabhängig von ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lage? 

Die Konferenz soll eine Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch zwischen der Öffentlichkeit und unterschiedlichen Fachleuten sein. Nach den Beiträgen der Expert*innen zu den ethischen, gesundheitlichen, präventiven und rechtlichen Hintergründen einer Abtreibung, kann das Publikum an Diskussionsrunden teilnehmen. Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, in der Hoffnung, dass diese als Ausgangspunkt für ein gemeinsames politisches Engagement zum Schutz der Freiheit und der Würde von Frauen und schwangeren Personen dienen können.

Expert*innen: 

Internationale Online-Ausstellung von Frauenmuseen rund um den Globus: „SHHH! Geschichten über Abtreibung und Sexualität“

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Die Abschaffung des verfassungsmäßigen Rechts auf Abtreibung in den USA, war für viele ein Schock und ist weltweit auf Kritik gestoßen. Aber was wissen wir eigentlich über die Erfahrungen von Frauen mit Abtreibungen und darüber, wie sich Veränderungen im Abtreibungsrecht auf Frauen auswirken? Diesen Fragen widmet sich das Frauenmuseum Norwegen in der internationalen Webausstellung „SHHH! Geschichten über Abtreibung und Sexualität“.

Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Frauenmuseum Norwegen, dem Internationalen Verein der Frauenmuseen (IAWM) und der schwedischen feministischen Künstlergruppe OTALT. Die virtuelle Ausstellung präsentiert 57 persönliche Geschichten über Abtreibung, erzählt von Frauen und einigen Männern aus der ganzen Welt. Außerdem wird die Geschichte der Abtreibungsgesetze aus den 23 Ländern, aus denen die Geschichten stammen, dargestellt.

Abtreibungsgesetze sind nicht statisch. Als die USA vor wenigen Monaten das Recht auf selbstbestimmten Schwangerschaftsabbruch auf Bundesebene abgeschafft haben, folgen sie dem Weg, den in den letzten 25 Jahren nur drei andere Länder eingeschlagen haben. Mehrere andere Länder gehen in die entgegengesetzte Richtung – in den letzten 25 Jahren haben fast 60 Länder ihre Abtreibungsbeschränkungen auf die eine oder andere Weise liberalisiert. Länder wie Mexiko, Argentinien, Irland und Südkorea haben in den letzten vier Jahren den Schwangerschaftsabbruch legalisiert und den Frauen in ihren Ländern das Recht auf sichere Abtreibungen und auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper, gegeben.

Premio Nobel della Letteratura alla femminista Annie Ernaux

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“Per il diritto all’aborto lotterò fino alla morte”

Quest’anno è la scrittrice francese Annie Ernaux a ricevere il rinnovato Premio Nobel per la letteratura. L’ottantaduenne riceve il premio “per il coraggio e l’acutezza clinica con cui scopre le radici, le alienazioni e i limiti collettivi della memoria personale”. Annie Ernaux è considerata una delle più importanti scrittrici francesi contemporanee e la sua opera è di forte ispirazione autobiografica. Una donna che con la scrittura ha saputo raccontare la condizione femminile, dai diritti negati alle donne, fino al rapporto con il proprio corpo, la percezione delle convenzioni, la vergogna e l’aborto illegale.

“Lotterò fino al mio ultimo respiro affinché le donne possano scegliere se essere madri o meno: la contraccezione e il diritto all’aborto sono un diritto fondamentale, la matrice della libertà delle donne“.

Una delle sue opere più recenti s´intitola „L’evento“. Il libro, quasi autobiografico, racconta i tentativi dell’autrice di abortire in un’epoca in cui l’aborto era ancora considerato immorale e criminale. Nel 1963 in Francia l’aborto era illegale, la parola stessa era un tabù e si rischiava la prigione. La protagonista, una studentessa 23enne però non vuole abbandonare gli studi universitari per diventare madre e quindi si vede costretta a affrontare un aborto clandestino in condizioni terribili. Dal libro è stato tratto il bellissimo film “La scelta di Anne”, vincitore del Leone d’Oro al Festival di Venezia 2021.

Das Projekt „Immigrant Sisterhood“ erhält den Förderpreis in Frauenforschung 2022

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Wie ergeht es Frauen auf der Flucht? Welche Erfahrungen machen sie, welche Bedürfnisse haben sie und wie möchten sie davon erzählen? Ansichten und Stimmen von Frauen mit Fluchtbiografien bleiben oft unsichtbar. Das Projekt „Immigrant Sisterhood“ versucht dies zu ändern und zeigt Perspektiven von geflüchteten Frauen, die verschiedene Aspekte ihres Lebens in Erstaufnahmezentren zeigen wollen.

Das Projekt über weibliche Fluchterfahrungen wurde vom Landesbeirat für Chancengleichheit mit einem Preisgeld in Höhe von 3000 Euro prämiert. Damit sollen unterschiedliche Frauengeschichten aus weiblicher Perspektive erläutert werden und Frauenforschung sichtbarer werden. Die Brixnerin Sabine Tiefenthaler der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Freien Universität Bozen, hat als Teil des Projektteams, den Preis entgegengenommen. Ihre Arbeit im Rahmen des Projektes trägt den Titel „Picturing Resilience – Eine feministisch ethnographisch-partizipative Studie über Resilienzprozesse von Frauen mit Fluchtbiografien in italienischen Notaufnahmezentren“. Dabei ging es Sabine Tiefenthaler vor allem ums “Aufzeigen und Durchbrechen von stereotypen Bildern, die gerade bei weiblichen Flüchtlingen oftmals in Gewaltsituationen münden.“

Im Namen des gesamten Teams des Frauenmuseums gratulieren wir allen Beteiligten für den Preis und das gelungene partizipative Projekt. Wir hatten das Glück im Jahre 2019 das Projekt in einer Gastvitrine des Museums im Rahmen der landesweiten STOP RACISM Südtirol-Aktion beherbergen zu dürfen und freuen uns auf jegliche weitere Zusammenarbeiten mit der Arbeitsgruppe.

Le microaggressioni razziste sono come mille piccole punture di zanzare

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Audrey vive in Alto Adige da più di trent ‚anni, ha cresciuto qui quattro figli/e, lavora come insegnante d’inglese presso diverse scuole e ha messo in piede il „Café interculturale“ assieme all’Urania di Merano. Oltre alla sua lingua madre, l’inglese, parla un poco d’italiano, un buon tedesco e il dialetto altoatesino. Nonostante ciò non si sente ancora del tutto parte della società locale, poiché il colore della sua pelle sembra renderla ‚diversa‘ agli occhi altrui.

Vedo come mi guarda certa gente , percepisco la loro diffidenza. A Londra non mi sono mai sentita tanto diversa, il colore della mia pelle non aveva lo stesso peso. Qui invece c’é stato persino chi mi ha insultata pubblicamente, accusandomi di essere pigra o di voler rubare lavoro, per il solo fatto che ho la pelle più scura della loro. La cosa che mi rattrista è che questa gente non si prende nemmeno la briga di conoscermi, ma si sofferma solo su pregiudizi e generalizzazioni. Meno male che non tutte le persone sono così. Poi bisogna dirlo, io sono fortunata, perché sono una straniera privilegiata: ho studiato, lavoro e non ho avuto viaggi traumatici. Inoltre parlo il dialetto sudtirolese e quindi le persone sono più accomodanti nei miei confronti.

Marcia delle donne – Frauenmarsch 2022

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Ancora una volta in strada! Scuotere l’Alto Adige/Sudtirolo

a Bolzano sabato, 15 ottobre
Punto di ritrovo in Piazza Tribunale alle ore 11.00
(percorso di marcia verso i Prati del Talvera)

Quante volte sentiamo la parola “crini” in questi giorni?

Con l’ombra nera pre-elezioni, con la crisi energetica, la crisi climatica… Ma ahimè, non saremo in grado di cambiare, di svoltare con successo senza combattere allo stesso tempo l’ingiustizia sociale – anche e soprattutto una questione di genere!

 

Ci siamo prese la briga di raccogliere dati per dimostrare che non si tratta di un disagio diffuso, ma di un palese squilibrio di genere da un lato e di violazioni dei diritti umani dall’altro. Leggete il nostro manifesto (in allegato) e condividetelo con chi vi sta vicino!
Vogliamo dare il nostro contributo per migliorare la situazione dove viviamo. Vogliamo dimostrare che i problemi sociali sono interconnessi e intersezionali. Con la Marcia delle Donne diamo un forte segnale contro il sessismo, il razzismo, il classismo, l‘ableismo, l’omolesbotransfobia. E anche per un’azione concreta e rapida contro la crisi climatica.

 

Ringraziamo ©Claudia Preziuso per l’illustrazione del flyer in allegato. Fate girare!

Frau des Monats Oktober – Anne Marie Pircher: „Sprache und Sprachen öffneten mir Welten“

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Schriftstellerin und Lyrikerin, Reiseliebhaberin mit begrenzten Möglichkeiten, eine Frau mit genauem Blick und einer besonderen Stimme. Anne Marie Pircher war und ist vieles. Ihr Leben verlief nicht in geraden Linien, sondern musste sich durch viele Hindernisse schlängeln. Sie ist in einem Dorf im Burggrafenamt aufgewachsen, hat aber auch schon früh das Weite gesucht, um über den Horizont zu schauen, mit offenen Augen und Fühlern das Eigentliche zu suchen, das was hinter den Dingen, dem Offensichtlichen steht.

Sprache und Sprachen öffneten mir Welten, die ich in der Realität nicht vorfand. Umwege, Fluchtwege, Schleichwege haben mich zu dem geformt, was ich bin.

Weitere Infos auf www.annemariepircher.eu

Die Autorin wird am 11.Oktober 2022 um 19.30 Uhr im Frauenmuseum ihr neuestes Werk vorstellen. Kommt zahlreich und meldet euch an unter service@museia.it

Anne Marie du bist in einer kleinen Ortschaft innerhalb einer Gastwirtsfamilie aufgewachsen. Wie wurde deine Leidenschaft für die Schreibkunst aufgenommen, wie konntest du dich entfalten?

Mein Talent zum Schreiben zeigte sich bereits in der Grundschule. Meine damalige Lehrerin hatte große Freude an mir. Allerdings bin ich in ein Milieu und in eine Zeit hineingeboren, in der ein derartiges Talent ansonsten wenig Aufmerksamkeit erregte. Materielles Vorwärtskommen stand im Vordergrund. Das war für Familien wie die meine durchaus üblich. Es gab keine Bücher im Haus. Meine Liebe zum Lesen und zu den Sprachen begann also erst gegen Ende der Mittelschule, zu Beginn der Oberschule. Von da an bin ich eingetaucht in Literatur, sie war für mich ein Ventil für ein Leben in Enge und Unfreiheit.

Sexualerziehung in der Schule

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Was ist Sexualerziehung? Wie wichtig ist sie in der heutigen Zeit, in der Kinder und Jugendliche vermehrt Falschinformationen, sexistischen Bildern und Pornos im Netz ausgesetzt sind? Wie kann das Schulsystem Eltern und Lehrkräfte unterstützen in der wichtigen Aufklärungsarbeit?

Dies und viel mehr wurde am 21.9.22 im Arbeitsvereinssaal Lana dank der Organisation der Frauengruppe Lana besprochen. Anlass war die Vorführung der Filmdokumentation von Evi Keifl „Die Kinder bringt nicht der Storch“(Rai Südtirol, Amt für Film und Medien 2021, Produzent Jiri Gasperi). Der Film arbeitet auf, wie tabuisiert das Thema Sex in Südtirol noch in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren war und welche Konsequenzen eine mangelnde Sexualerziehung in der Schule bis heute noch hat.

Ich habe selbst unterrichtet und kann mich noch gut erinnern, welche Widerstände es von Seiten einiger Eltern und fundamentalistischer Gruppierungen gab, als die ersten Lehrpersonen Themen zu Sexualerziehung und Prävention  in den Unterricht einbauten. Die offizielle Schule hat bis weit in die 1980iger Jahre die Bedürfnisse und Fragen der Jugendlichen ignoriert, mit allen negativen Folgen für deren Entwicklung. Höhepunkt dieser Haltung war die Zensur bundesdeutscher Naturkundebücher. Erst unter Schulamtsleiter Walter Stifter wurde Sexualkunde in die Lehrpläne aufgenommen und eine Professionalisierung der Lehrkräfte zum Thema Sexualpädagogik eingeleitet, erklärt die Autorin Evi Keifl.

ätsch bätsch – der feministische Podcast aus den Alpen

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Locker, lässig und vor allem eines: ehrlich – so klingt der neue Podcast aus dem Vinschgau, in dem vier junge Frauen über Feminismus und all die Themen, die damit zusammenhängen, sprechen.

Mit dem Gedanken einen eigenen Podcast zu machen, spielten die Gründerinnen schon eine ganze Weile. Vergangenes Frühjahr war es dann so weit: recht spontan, bei einem gemütlichen Beisammensein beschlossen die vier Frauen diese Idee, die sie einfach nicht mehr loslassen wollte, in die Tat umzusetzen. Voller Elan organisierten sie innerhalb kürzester Zeit alles, was nötig war, um das gemeinsame Vorhaben zu realisieren. Hinter diesem Projekt stecken Christine Stacherl aus Wien, die Vinschgerinnen Ingrid Kapeller und Kathrin Hutter sowie Franziska Heiß aus dem Sarntal.

Christine hat molekulare Biotechnologie studiert und arbeitet nun als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Wien. Ingrid wohnt in Innsbruck und studiert dort die beiden Masterstudiengänge Gender, Kultur und Sozialer Wandel sowie Medien. Kathrin ist zusätzlich zu ihrem Studium an der Universität Innsbruck auch als Lehrerin für Deutsch und Geschichte an der Oberschule in Schlanders tätig und Franziska lebt in Glurns und arbeitet als Co-Gründerin und Designerin der Südtiroler Agentur „i-kiu design“, dem Tochterunternehmen der Wiener Webagentur i-kiu. Trotz der unterschiedlichen Wohnorte und Tätigkeiten, denen die Frauen nachgehen, verbindet sie das Anliegen, einen objektiven Austausch über politische und gesellschaftskritische Sujets stattfinden zu lassen. Mit „ätsch bätsch“ möchten sie möglichst viele Südtiroler:innen zum Nach- und Umdenken anregen.

Frauen als Tänzerinnen

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Nach der Publikation für die lokale Zeitschrift „Meraner Stadtanzeiger“, freut sich das Frauenmuseum nun einige der Beiträge dieser Frauenkolumne, auch auf dem eigenen Blog zur Verfügung stellen zu können. Nochmals danke dem Meraner Stadtanzeiger für die Zusammenarbeit.

Meraner Frauen von gestern und heute 

Sarah Trevisiol

Meran, das prächtige Kleinstädtchen inmitten der Alpen, verbirgt eine vielseitige und weltoffene Geschichte, welche zum Teil auch von Frauen geprägt und geschrieben wurde. In dieser Kolumne werden wir den Stimmen und Erfahrungen einiger Meranerinnen Gehör verleihen, die das Gesellschaftsleben und Stadtbild Merans mitgestaltet haben oder immer noch tun.

Frauen als Tänzerinnen

Fanny und Therese Elßler & Sabine Raffeiner

Meran beherbergte in seiner Blütezeit, neben großbürgerlichen und adeligen Gästen, auch zahlreiche internationale Künstler*innen, welche im Rosengartentheater unter den Lauben und anschließend im Stadttheater und im Kurhaus auftraten. Unter anderem tanzten auch die weltberühmten Balletstars Franziska (Fanny) und Therese Elßler auf den Bühnen der Kurstadt. Die beiden Geschwister ließen in der Altstadt, oberhalb der Wendelhalle, ein Haus bauen, welches heute noch als „Villa Fanny“ bekannt ist. Fanny (1810 – 1884) wohnte zwar selbst nie in Meran, dem Heimatort ihrer Mutter, aber die Schwester Therese (1808 – 1878) und ihre uneheliche Tochter Theresia, welche beide an Lungenbeschwerden litten, lebten über längere Zeiträume in Meran und brachten Schwung in die Stadt. Während Fanny Weltkarriere machte und eine der bekanntesten romantischen Tänzerinnen des 19.
Jahrhunderts wurde, galt Therese zwar als die bessere Tänzerin, wurde aber bei weitem nicht so bekannt. Dennoch war sie die treueste Beraterin und Freundin von Fanny, teilte unzählige Bühnenerfolge mit ihrer Schwester und verhalf dieser zum Weltruf im Wiener Ballett. Fanny und Therese waren in London, Paris, St. Petersburg und Amerika erfolgreich. In Washington zeigte sich Therese sogar als Fannys Partnerin, zum ersten Mal in Männerkleidung, was damals als Sensation empfunden wurde.

Frauen im Sport

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Nach der Publikation für die lokale Zeitschrift „Meraner Stadtanzeiger“, freut sich das Frauenmuseum nun einige der Beiträge dieser Frauenkolumne, auch auf dem eigenen Blog zur Verfügung stellen zu können. Nochmals danke dem Meraner Stadtanzeiger für die Zusammenarbeit.

Meraner Frauen von gestern und heute 

Sarah Trevisiol

Meran, das prächtige Kleinstädtchen inmitten der Alpen, verbirgt eine vielseitige und weltoffene Geschichte, welche zum Teil auch von Frauen geprägt und geschrieben wurde. In dieser Kolumne werden wir den Stimmen und Erfahrungen einiger Meranerinnen Gehör verleihen, die das Gesellschaftsleben und Stadtbild Merans mitgestaltet haben oder immer noch tun.

Frauen im Sport – Paula Wiesinger und Angelika Rainer

Die gebürtige Meranerin Angelika Rainer (Jahrgang 1986) ist dreifache Weltmeisterin und zweifache Vizeweltmeisterin im Eisklettern. Sie ist bisher die einzige Frau weltweit, der ein Aufstieg mit Grad 15 in der technischen Disziplin Drytoolinggelingt. Angelika zählt heute zu den internationalen Spitzenkletterinnen, die sowohl auf Felsals auch auf Eis geschmeidig und rasant Berggipfel aller Art erklimmt. Ihr großes Vorbild: Paola Wiesinger Steger, die Bozner Star-Bergsteigerin und Schifahrerin der 1920-30er Jahre. Die beiden Frauen haben vieles gemeinsam, dennoch haben sich die Zeiten geändert und bieten den heutigen Sportlerinnen neue Freiheiten, die anfangs undenklich waren.

Qualcosa non va!

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Appello contro la violenza alle donne
Ora in mostra nella “vetrina in prestito” del Museo delle Donne

Ogni quarto d’ora, in Italia, una donna è vittima di violenza e una donna su tre nell´Unione Europea è stata vittima di violenza fisica e/o sessuale.
(Monika Hauser, fondatrice di medica mondiale)

I dati sono agghiaccianti e rilevano che nella nostra società sicuramente qualcosa non va. Non basta indignarsi, bisogna agire ora per evitare che sessismo, discriminazione e violenza contro le donne* persistano. Perché non si tratta di un problema di genere, ma di una questione che riguarda l´intera società: chiunque di noi.
La campagna #qualcosanonva promossa da Lungomare in collaborazione con Kunst Meran Merano Arte e Summer School Südtirol affronta il tema dei crimini violenti contro le donne*. Utilizzando manifesti artistici e letterari, si cerca di avviare un dialogo e creare nuove forme di consapevolezza su questo tema.
La prima edizione della serie di poster, in questo momento esposti nel Museo delle Donne, è stata promossa nel 2021 e vedrà presto nuove edizioni e cooperazioni. L´idea è di ribaltare le narrazioni avvertite come normali, opponendosi al silenzio e mettendosi dalla parte di chi vive il dramma della violenza. Anche in Alto Adige il problema si perpetua, basti considerare che ogni anno 600 donne in fuga dalla violenza domestica sono accolte nei centri di accoglienza.

Le mille opportunità della biologia

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Sara Casagrande è una biologa bolzanina che ha studiato l´impatto degli impianti sciistici sulla flora e fauna locale. Ora si occupa di microbiologia alimentare presso il Noi Techpark. La sua esperienza l´ha portata a capire quanto sia importante oggigiorno rimanere flessibile e adattabile per fare strada nel mercato lavorativo.

  1. Che cosa volevi diventare da piccola e come mai hai scelto biologia alla fine?

Da piccola alternavo momenti in cui volevo fare la veterinaria e la ballerina, alle elementari giocavo persino con l´idea di fare la scrittrice. Ho scelto di studiare presso il liceo classico linguistico, visto  che ero convinta di essere portata solo per le materie umanistiche. In quinta superiore poi ho capito che quello che m’interessava davvero era capire come funzioniamo noi esseri viventi e come interagiamo tra di noi e così ho studiato biologia.

  1. Quali sono gli sbocchi possibili grazie alla tua formazione?

Con la mia formazione si hanno molte porte aperte, basta sapersi reinventare. Gli ambiti di ricerca sono molteplici, esistono buone possibilità sia nel campo accademico pubblico, così come nel settore di ricerca e sviluppo privata. Altre mie colleghe e colleghi lavorano nella divulgazione scientifica. Direi che i requisiti fondamentali per fare strada in questo campo sono: la capacità di risolvere problemi,  la precisione nella raccolta dati, il saper comunicare bene i tuoi risultati e se possibile fare esperienze all´estero per conoscere diversi metodi di approccio scientifico.

Anita Rossi: Esistono modi per combattere il sessismo nei media

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Dopo l’incontro con la giornalista Anita Rossi il 14 agosto sul sessismo nei media, vogliamo pubblicare qui alcuni spunti e link suggeriti durante il dialogo, affinché sempre più persone inizino a denunciare pubblicità o contenuti redazionali sessisti, ad avere uno sguardo critico e seguire media che propongono linguaggi alternativi.

Che cos’è il sessismo?

Il sessismo si riferisce a qualsiasi espressione (azione, parola, immagine, gesto) basata sull’idea che alcune persone, per lo più donne, siano inferiori a causa del loro genere. Per sessismo si intende lo svantaggio, la svalutazione, la violazione e l’oppressione di una persona o di un gruppo a causa del genere. Il sessismo è anche l’idea che i generi abbiano un ordine o una sequenza. Per esempio, l’idea che gli uomini valgano più delle donne.

Il sessismo è dannoso.

Produce sentimenti di inutilità, autocensura, cambiamenti di comportamento e deterioramento della salute. Il sessismo deriva dalla disuguaglianza di genere. Colpisce in modo sproporzionato donne e ragazze. Può colpire anche uomini e ragazzi se non si conformano ai ruoli di genere stereotipati della loro società. Gli effetti dannosi del sessismo possono essere esacerbati per alcune donne e uomini anche in aggiunta a discriminazioni a causa della loro etnia, età, disabilità, estrazione sociale, religione o altri fattori.

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